Krieg - Gedanken

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Krieg





Es flimmert wieder mal über die Bildschirme, steht in grossen Lettern in den Tageszeitungen.
In Nahost marschieren wieder Soldaten, werden jeden Tag unschuldige Menschen gemordet. Die einen sind die Bösen, die anderen die "Nichtbösen".
Israel und der Gazastreifen.
Der Lieblingsspielplatz vieler Politiker und grundverschiedener Weltanschauungen, sprich Religionen.
Was passiert wirklich? Hat dieser Wahn wirklich noch etwas mit Religion zu tun?
Auf der einen Seite fordert "gerade" Bush Waffenstillstand, auf der anderen Seite liefern die USA schon Jahrzehnte Waffen in Milliardenhöhe gerade in dieses Kriesengebiet. Wie edel von der US Regierung.
Frau Merkel kommt nun auch nicht umhin und "signalisiert grundsätzliche Bereitschaft" zur Teilnahme an einer internationalen Friedensmission. Wird hier ein zweites Afghanistan aus dem Zylinder gezaubert? Die USA wären natürlich froh, wenn sie den grösten Teil der Verantwortung einer solchen "Friedensmission" auf andere abwälzen könnten. Aber bitte immer schön in Absprache mit dem Pentagon. Zu deutlich und zu frisch sind noch die Bilder vom Irakfeldzug. Zumal der neue Präsident andere Probleme im Augenblick hat, als die eigenen Leute in einem sinnlosen Krieg zu verheitzen.
Israel versetzte 1967 mit seinem Sechs Tage Krieg dem arabischen Nationalismus einen klaren Schock, sowie eine entscheidente Niederlage. Im gleichem Atemzug erhob es sich damals aus dem "Abseits" der fehlgeschlagenen Nahostpolitik, untermauerte seine Daseinsberechtigung. Was anfangs wie eine Eintagsfliege aussah, entwickelte sich   zu einemTrauma in der arabischen Welt , über die "Unbezwingbarkeit" dieses kleinen Staates.

Schon 1919 auf der Friedenskonferenz in Paris, versagten die Politiker. Damals hätte man vielleicht die einmalige Chance gehabt, diesen andauernden Kriesenherd zu "entlasten". Die Siegermächte England und Frankreich sahen allerdings ihre Kolonialziele im Vordergrund, übergingen die Wünsche und Vorstellungen ihrer damaligen arabischen Kriegspartner im Nahenosten.
Die Nomadenstämme wollten keine Regierung, die Kurden ihre Unabhänigkeit. die Schiiten einen Gottesstaat und die Sunniten ein arabisches Königreich. Diese Ignoranz und weltpolitische Kurzsichtigkeit der Politiker, setze sich über die Jahrzehnte hindurch bis in die heutige Zeit. Das Resultat sieht  und hört man tagtäglich in den Medien. Es wird halbherzige "Schadensbegrenzung" an allen Fronten versucht. Dabei wünschen sich gerade diese Menschen trotz ihrer unterschiedlichen Religionsauffassung nichts sehnlicher als Frieden. Denn es sind die einfachen Menschen, vorallem aber die Kinder die betroffen sind. Und das es auch friedlich zugehen kann, hat uns oft die Geschichte schon bewiesen. Und komischerweise, waren einst auch die arabisch - islamischen Glaubensrichtungen der Beweis dafür.
Es wäre also falsch und zu einfach nur zu sagen die eine Seite, sprich Israel habe Schuld, das nun täglich viele Unschuldige ihr Leben lassen. Alle Seiten sind geschichtlich und historisch betroffen. Vielleicht ist dies wirklich die letzte Chance die man hat, um langsam aber sicher endlich Frieden in Nahost zu schaffen.
 

Herzlichst


rolf


PS: Ich träume weiter.





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einfeindesein 01/19/2009 18:21

Leider wurde der Krieg auch benutzt, um ein paar antisemitische Ressentiments zu streuen. Kritik an Israel muß erlaubt sein, nicht aber, den Israeli überhaupt die Daseinsberechtigung abzusprechen. Es ist keine Lösung, den Staat Israel aufzulösen. Leider wird auch dies gefordert. Wehret den Anfängen braunen Gedankenguts, auch, wenn sie scheinbar aus humanistischen Gründen gründen. Für einen dauerhaften Frieden müssen alle Beteiligten zu ihrem Recht kommen.

kralle 01/19/2009 19:24


Das behauptet auch keiner. Jedenfalls auf dieser Seite nicht. jeder vernünftig orientierte Mensch sollte eigentlich wissen, das dieses Problem schon über 2000 Jahre alt ist und nie eine
befriedigende Lösung gefunden wurde. Von diesem Standpunkt aus gesehen, müsste man spontan sagen, Israel sollte endlich da unten fertig machen. Aber du sagst es ja selber, so einfach ist es nicht.
Und der Zweck heiligt nicht immer die Mittel. Auch wenn das nach 45 so aussah, bzw. der einstimmige Tenor in der offiziellen Weltpolitik war.
es muss eine Lösung gefunden werden. Gleich wohl wie sie aussieht. Ich befürchte nur, das es wieder nur eine Teillösung sein wird, die den wahren Konflikt nicht beheben werden. Und dadurch wird
Nahost auch weiterhin ein demagogisches Pulverfass bzw. eine Schlangengrube bleiben.

rolf

Sorry. Danke übrigens fürs Lesen und nochmals Willkommen bei overblog.


Mamü 01/15/2009 19:25

Ja, Rolf, so meine ich das unter anderem. LG, Martina

kralle 01/15/2009 21:13


Danke nochmals für deinen Einblick. Ich wünsche dir noch einen stressfreien Abend.


LG rolf


Mamü 01/14/2009 20:35

Lieber Rolf,du hast geschrieben: "Wenn du ein wenig mehr über die wahren Hintergründe beider oder aller Seiten wüsstes, würdest du merken wie sinn - und hirnlos diese ganze Aktion ist." Das weiß ich auch so, ohne dass ich viel von den Hintergründen weiß, denn Krieg ist IMMER sinn- und hirnlos. So sehe ich das jedenfalls. Krieg zerstört nur. Versöhnen kann man nicht durch Hass, sondern nur durch Liebe. Aber - ohne viel zu wissen - denke ich, dass viele schon den Hass mit anerzogen bekommen und Hass zerstört die Menschen ebenfalls, es frisst von innen auf. Natürlich hast du mit vielen Dingen Recht, was so auf der Welt geschieht. Nicht der Mensch zählt oft, sondern die Macht, das Geld usw. Ich bin ja nicht blind und taub und bekomme daher das ein oder andere mit, ob ich will oder nicht. Auch wenn ich völlig unpolitisch bin, geht das nicht an mir vorbei. :-)Ich denke nur, dass wir Kleinen hier an den großen Dingen nichts von jetzt auf gleich ändern können. Wir gucken hinaus in die Welt, in die Ferne und sehen nicht mehr das, was direkt vor uns geschieht. Da, wo wir vielleicht wirklich etwas tun können. Und statt das blühende Gänseblümchen zu sehen und uns daran zu erfreuen, gucken wir in die Ferne und treten drauf und zerstören auch noch das wenige Gute. Wenn du verstehst, was ich damit sagen will. Es gibt auch noch anderes, als dieser Machtkampf in der ganzen WElt, der mir genausowenig gefällt und mich auch manchmal wütend werden lässt. Die guten Dinge, die geschehen, werden erstens von den Medien äußerst selten aufgegriffen, und zweitens geschehen sie mehr im kleineren. Es müssen nicht immer die großen Dinge sein. Auch die kleinen Dinge sollte man sehen und schätzen und nicht einfach drauftreten. Denn alles beginnt im Kleinen. Ein kleiner Same z.B., der muss gepflegt werden, braucht Liebe, Wasser, Sonne. Bis er zu einem großen Baum wird dauert es etwas. Doch wenn wir auf den Winzling drauftreten, weil wir nur nach den großen Bäumen Ausschau halten, die krumm gewachsen und kränklich sind, dann vergeben wir die Chance einen gesunden Baum nachzuziehen. Okay, ich werde jetzt sehr philosophisch, aber... ach, was solls, so bin ich eben. :-)Ich hoffe, du verstehst, was ich sagen will. Wir sollten uns nicht mit dem Hass vergiften, sondern uns mit Liebe um den kleinen Samen kümmern, denn mit dem Hass machen wir die Welt nicht besser. Liebe Grüße,Martina

kralle 01/14/2009 23:11


Ja. Frieden wünschen sich mit Sicherheit die meisten Menschen dieser Welt. Und da zwischen Wunschdenken und Realitä oft, oder immer eine unüberwindbare Kluft sein und bleiben wird, werden wir auch
nie uns diesen Wunsch so erfüllen können. Also werden wir uns wie du so schön sagtest....vorab an den kleinen und unscheinbaren Dingen des Lebens erfreuen und diese kleinen Wunder nicht nur
geniessen, sondern auch achten und schützen.
Ist das die Grundaussage von dir. Wenn ja stimme ich dir zu.
Schönen Abend noch und


LG rolf


Mamü 01/13/2009 18:54

Lieber Rolf,also ich habe ja so gar keine Ahnung wieso, weshalb, warum dort ständig Krieg herrscht, ich bin politisch vollkommen unbegabt. Daher wäre alles, was ich dazu sagen würde nur unqualifiziert. Ich weiß nur, dass ich mir wünschte, das überall auf der Welt Frieden herrschen würde, weil ich mir Krieg als so ziemlich das Schlimmste vorstelle, das es auf der WElt gibt. Er zerstört nur, unter anderem die Seelen der Menschen. Auch die Seele jener, die ihre "Feinde" töten. Meine Eltern haben den Krieg erlebt, ich muss das nicht haben und ich wünsche das niemanden.Doch, wie sollte Weltfrieden funktionieren, wenn es schon Familien oder Nachbarn oder Kollegen oftmals nicht auf die Reihe bekommen in Frieden miteinander zu leben. Kleine Auseinandersetzungen sind manchmal notwendig und auch nicht so tragisch, solange man sich wieder verträgt. Doch wie oft passiert es, dass es zu einem Streit kommt, nachdem beide Parteien nicht mehr miteinander reden. Und das ist ja noch harmlos. Wenn sich diese Menschen dann einfach aus dem Weg gehen, passiert wenigstens nichts Schlimmes. Doch je mehr Emotionen dahinter stecken, je tiefer die Veletzungen sind, desto schlimmer kann ein solcher Streit enden. Was mir sehr gegen den Strich geht, ist dass der Mensch von einigen Menschen! grundsätzlich nur als schlecht hingestellt wird. Damit bin also auch ich gemeint, weil ich nun mal ein Mensch bin. Erstens würde ich mich selbst nicht als grundsätzlich schlechten Menschen hinstellen wollen und zweitens halte ich auch den Menschen an sich nicht für schlecht. Diese Einstellung muss jeden Menschen, der sich Gutes einsetzt beleidigen. Ich mag es überhaupt nicht, wenn etwas einfach so über einen Kamm geschert wird. Denn dann betrachtet man nur eine Seite und zwar die negative Seite. Und die wird ja oft als erstes gesehen. Ja, der Mensch ist nicht fehlerfrei. Das lässt sich nicht leugnen. Er ist eben keine Maschine. Der Mensch ist sogar zu schlimmen Taten fähig, auch das lässt sich nicht leugnen. Aber der Mensch hat auch gute und liebenswerte Eigenschaften. Er ist zu einer besonderen Liebe fähig. Der Mensch kann Mitgefühl empfinden. Der Mensch ist sensibel, was sich sowohl positiv als auch negativ auswirken kann.Warum manche Menschen machtbesessen sind und manche nicht, warum einer zum Mörder wird und ein anderer nicht, warum manche zerstören während andere schützen, darüber kann man mit Sicherheit endlose Diskussionen führen. Dennoch bin ich der Meinung, dass der Mensch nicht grundsätzlich schlecht ist. Und ich finde es fatal, wenn alle so denken würden. Denn wie sollte dann jemals Liebe und Frieden herrschen, wenn man sowieso nicht an das Gute glaubt. Wofür würde es sich dann lohnen auf eine bessere WElt zu hoffen? Für eine Welt voller schlechter Menschen? Wofür lohnt es sich dann zu leben? Wenn man nicht immer nur das schlechte in der Welt rauspicken würde, sondern auch mal all die guten Taten aufzählen würde, die Menschen tun, würde das ganze vielleicht ein anderes Bild ergeben. Ein ausgeglicheneres. Doch Bilder von zerstörerischen Kriegen sind natürlich eindrucksvoller und mächtiger, als wenn einzelne Menschen ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen, um z.B. kranke Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und am Ende auf dem Sterbebett beizustehen, was tagtäglich überall auf der Welt geschieht. Nein, ich finde nicht, dass alle Menschen nur schlecht sind. Das Schlechte wird nur mehr hervorgehoben.Ich für meinen Teil jedenfalls, glaube noch an das Gute im Menschen. Liebe Grüße,Martina 

kralle 01/13/2009 20:42


Na dann ist ja noch nicht alles verloren. Vielleicht habe ich mich auch etwas zu undeutlich ausgedrückt. Ich bezweifele garnicht, das es auch gute und liebevolle Seelen auf dieserWelt gibt. Solange
auch noch die Hoffnung als solche besteht, besteht auch Hoffnung für den "negativen" Teil der Erdbevölkerung. Aber es sieht wirklich nicht gut aus in dieser Beziehung. Jedenfalls im Augenblick.
Schauen wir uns einmal in anderen Teilen dieser Erdkugel um. Lassen wir doch mal diesen Krieg aus.
Machtbestreben, Geldgier, Ungerechtigkeit, Politik die an dem Bürger vorbei geführt wird, Gewalt, Unterdrückung, Hass und und und. Natürlich ist nicht alles schlecht. Das sage ich ja garnicht. Aber
selbst in den letzten 200 Jahren, lief alles nur durch oder mit Gewalt. Viele reden von Fortschritt. Aber wann gab es mal wirklich über Jahre hinweg richtigen Frieden auf dieser Welt. Im Gegenteil.
Es werden immer mehr solcher feindlichen Auseinandersetzungen geführt. Im Augenblick geht es noch um Öl oder irgendwelche anderen Rohstoffe. Es geht um sogenannte "Religionsunfragen". Es geht um
Macht oder Einflüsse. Aber niemals wegen dem Wohle des Menschen selber. Was wird passierne, wenn es kein Öl mehr gibt? Was wird passieren wenn das Trinkwasser auf dieser Welt nur noch wenigen zur
Verfügung steht? Wenn die Lebensmittel nur noch für ein paar Millionen Menschen reichen sollten? Wird dann wieder die Bibel, der Koran, die Tora oder irgend ein anderer "Fetzen"  zu Rate, dem
"Nichtgläubigen" aus welcher Richtung auch immer der Scheitel gezogen?
Wenn du ein wenig mehr über die wahren Hintergründe beider oder aller Seiten wüsstes, würdest du merken wie sinn - und hirnlos diese ganze Aktion ist. Mir tun wirklich nur jene Menschen leid, die
wirklich an die Bibel oder andere Glaubensbücher sich halten, aber keine Chance haben dies richtig aus zu leben. Und die eigenen "Kirchenfürsten" sind am Ende die wahren schuldigen.
Zum Schluss nur noch soviel. Ob gut oder böse, darum geht es schon lange nicht mehr.
Das Schlimme ist nur, das jene die die wahre Macht dazu haben soetwas zu beenden, gar keine Interesse daran haben. Sie sind zwar in der Minderheit im Vergleich zu den vielen anderen Menschen, aber
sie haben die "Macht". Und das ist viel schlimmer.
Danke dir fürs Reinschauen und deine ehrliche Meinung.

LG rolf


ReFi/ Regina / Mondblume 01/13/2009 16:20

.....mhh, schlimme Sache und das wir da eventuell in Zukunft was mit zu tun haben, gefällt mir auch nicht sonderlich...Lieber Gruß Regina

kralle 01/13/2009 20:20


Och liebe Regina. Wir sind schon mittendrinen. Und das schon seit einigen Generationen.


LG rolf