Evas und Adams Welt - Gedankenspiel

Veröffentlicht auf von kralle


Evas Welt

 

 


Wie wäre eigentlich eine Welt ohne „Männer“?

Wie könnten wir uns Evchens Welt dann vorstellen?

Zuerst einmal wunderschön, in den bundesten Farben des Regenbogens.

Darwina Domina stellte schon eindeutig in ihrer Evalutionslehre klar, das es nichts edleres in der Natur gibt, als die Homo sapinus. Der weibliche Uraffe, welcher vor zig Jahren strickend und telefonierent aus dem Dschungel in das Licht der Neuwelt das erste mal blinzelte.

Und seitdem hat sich auch fast nichts geändert. Nun. Es sind noch einige Staatsreligionen hinzu gekommen. So da wären Tooper, Vorwerk und Betty Bossy.

Aber dazu später mehr.

Die wichtigste Erfindung der Neuäffin jedenfalls war und bleibt die Kommunikationseinheit. Das Telefon. Darauf stützten und begründeten sich schon Generationen von Staatsgebilden.

Die Eva der Neuzeit brachte es in dieser Hinsicht sogar schon soweit, das die Akkulaufzeit bei Dauergesprächen jenes Gerätes sich auf 6 Stunden verlängerte. Was natürlich ein unwahrscheinlicher Fortschritt bedeutete und gleichzeitig auch zur Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität der Damenwelt beitrug.

Alles was mit Dreck, Umweltbelastungen zu tun hat und am Ende auch stinken könnte, wurde erst garnicht erfunden. Und so verwundert es auch nicht, das in den einzelnen Grossoasen der Wohngemeinschaften, amazonengleiche Wesen gigantische Maschinen durch reine Muskelkraft zur Energiegewinnung bewegen. Kernenergie und Kohlekraftwerke gibt es in Evchens Welt nicht. Und andere Alternativen zur Stromerzeugung wurden auch noch nicht erfunden.

Der Strassenverkehr ist ganz einfach und simpel aufgebaut. Es gibt keine strengen Strassenführungen und Vorfahrtsregelungen. Alle Wege und Umwege führen leicht und elegant wie die Schwingen eines Vogels durch die Endloslandschaft von Parkanlagen. Durch Handzeichen, oder entsprechendes Warten an Verkehrseinmündungen wird ein relativ fliessendes Überleben gewährleistet. Alle 5 Kilometer wurden kleine gemütliche Rastplätze „organisiert“, mit gigantischen Spiegeln und Erfrischungsmöglichkeiten.

Auf den gemütlich eingerichteten Sitzgruppen der Rastanlagen, stehen stilgerecht geformte Blumenvasen mit wunderschönen, duftenden Blumensträussen. Und alles wird untermalt von einer farbenvielfalt gehäckelter Tischläufer und Tischdecken.

Parkplätze gibt es in ausreichender Menge und von allen vier Seiten der bekannten Mathematik befahrbar.

Die Fortbewegungsmaschinen, - Autos in Form von Autos gibt es hier noch nicht -

gleichen buntverziehrten batteriebetriebenen Droschken. Pferde machten immer solch einen Schmutz, das sie gänzlich als Verkehrsmittel im Sinne der Fortbewegung verboten wurden.

Auch auf das leibliche Wohl wurde sehr bewusst und fürsorglich geachtet. Es gibt an jeder Strassenecke Gemüsetheken und Fruchtsaftbars, an denen sich die gestresste Eva erlaben kann. Die Waagen zwecks Zwischenkontrolle des weiblichen Wohlbefindens, wurden extra nur bis 58 Kilogramm kalipriert.

Kunst wird auch in Evas Welt sehr gross geschrieben. Das Harfen und Zitterspiel ist ein beliebter Zeitvertreib unter Evas Töchtern. Die wöchentlichen Konzerte sind stets sehr gut besucht und zeugen von dem hohen Können der Künstlerinnen mit diesn Mozarella teilenden Instrumenten. Selbst die Literatur hat einen festen und historischen Platz im Leben dieser zarten Wesen. Jede Woche erscheint bei entsprechenden Buchlesungen, eine Neuauflage der „Angeliqueromane“.

Die Damen dieser Welt legen natürlich sehr viel Wert auf ihr Äusseres. Aus diesem Grunde, sind Berufe wie Schönheitsdesignerin, Avonberaterin oder gar Model mit Hochschulabschluss sehr gefragt und beliebt. Politik gibt es in dieser Welt nicht. Das hat viele und speziefische Gründe. Zum einem ist Politik zu trocken für die Damen und zum anderem gibt es niemanden in ihrer Welt der ihnen wiedersprechen , geschweige 10 Minuten am Stück Zuhören würde. Und somit auch keinen Grund für eine Oppositionspolitik.

Aber es gibt - und das verwundert eigentlich niemanden - die drei grossen Religionsrichtungen. Oder besser gesagt, die drei Glaubensbekenntnisse der Evschen Welt.

Betty Bossi, Vorwerk und Tupperware.

Und diese werden nun wirklich gründlich gepflegt und betrieben. Sei es bei den allabendlich stattfindenten Tupper oder Vorwerkpartys, oder bei einem richtigem, zünftigen Massenbekochen an den Wochenenden.......

So oder ähnlich könnte Evas Welt ohne Männer aussehen.

Aber es wird ja bekanntlich nicht so heiss gegessen, wie mit Betty Bussi gekocht.

 

 

Bei etwaige Ähnlichkeiten, oder zufälligen Übereinstimmungen, wenden sie sich bitte an meinen Anwalt. Ich kann nix dafür.

 

 

Morgen vielleicht mal einen Blick in Adams Welt? ;-)

 

 

LG rolf


Veröffentlicht in Schmunzelecke

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Dornen (Ika) 01/15/2009 22:12

Hallo Rolf,nun habe ich endlich hier gelesen. Mit voller Aufmerksamkeit.Ganz spontan:Neee, niemals eine Welt nur mit Frauen, dann würde ich auswandern. ;-)Herzlichen GrußIkadie jetzt was über Männer lesen und kommentieren geht -> -> ->

kralle 01/15/2009 22:54


Das liebe Ika würde genau sowenig funktionieren, wie eine Welt ohne Frauen. Zum Glück.
Danke fürs Vorbeischauen und schönen Abend noch.

LG rolf


Margot 01/14/2009 23:58

Zigarettenläden, das Stammlokal mit den netten Herren, die einem den Wein bringen ('tschuldigung, einer muss es natürlich heißen), die handyfreien Zonen und das Kabel, das man beim Telefon rausziehen kann, die Tische ohne Tischdecken...

kralle 01/15/2009 11:34


Ach bin ich froh, das es laut Einstein zig Dimensionen geben muss. So kann sich jeder eine wünschen, basteln oder vorstellen.


Dir noch nen schönen Tag


LG rolf


Margot 01/14/2009 23:27

Irgendwie geht mir da was ab in dieser Welt.

kralle 01/14/2009 23:42


Was geht den da so ab liebe Margot?


LG rolf


PS: Vielleicht sollte ich wirklich hier sone Art "Kummer und Schluchzecke aufmachen?
Da würde vielleicht was abgehen.


Mondblume 01/14/2009 23:24

...also die Betty musste ich jetzt mal eben googeln, das sagte mir so rein gar nix. Naja, ich hab mich schon öfter mal gefragt, wenn ich mal so lese wie Männer Frauen sehen, was sich meine Göttin denn bei mir so gedacht hat. Also nicht das ich jetzt sagen will das ich eher ein Mann bin, aber das da in Deiner Beschreibung, bin ich auch nicht...  ;-)))..Lieber Gruß Regina.

kralle 01/14/2009 23:36


Ich habe auch nicht soviel Haare auf der Brust. Aber irgendwie hat doch jeder was weibliches und was männliches in sich.
Der eine mehr und die andere weniger.
Du bist aber das was du bist, zumindest das zu was du dich fühlst.
Also die Regina.


LG rolf


Panda 01/14/2009 20:33

Also ich habe mich mal kurz in diese-auf den ersten blick tolle-welt begeben. Hmm..stell ich mir erstmal ziemlich cool vor, immer mädels-abende mit allem, was dazu gehört. Aber ich glaub spätestens nach einer woche würde mir das total auf den keks gehen...ich stricke zwar und koche hin und wieder auch ganz gern, aber wer mir hier mit tupperware und vorwerk ankommt! ´Nee!Irgendwie würde mir das männliche Geschlecht dann doch fehlen...hihi...Lg, Panda

kralle 01/14/2009 23:07


Auf diese Antwort habe ich solange gewartet. Am Ende ist es doch so, das keiner irgendwie ohne den anderen kann oder sein möchte.

Dir noch nen schönen Abend

LG rolf