Adams Welt Teil 2
Gestern versuchten mir meine angeschwollenen Synapsen ein wunderschönes Bild einer Männer losen Welt für Evchen „vor zu spiegeln“. Nach hartem Ringen, sowie intensivster Recherchen musste ich zu meinem Leidwesen feststellen, das zwischen Realität und Fiktion oft nur ein ganz dünner Weg der Gradwanderung liegt.
Aus diesem Grund wie „angedroht“ heute die Welt von Adam. Natürlich wieder aus der Sicht eines Mannes.
Adams Welt Teil 2
Das erste mal wurde Adam erwähnt, als das „Paramecium“ auch Pantoffeltierchen genannt,einen riesigen Evolutionssprung aus dem Becken der Ursuppe in das angewärmte Zeitalter der „Affen“ schaffte. Das erste Homo Membrum virile erectus, war für seine Zeit mit einem relativ grossem Einwegegehirn, aber sehr kleinen Begattungsperlen zwischen den langen behaarten Gehwerkzeugen gesegnet. Dieser Zustand sollte sich allerdings im Laufe seiner weiteren Entwicklung zum jeweiligen Gegenteil wandeln. Angelockt vom Duft der Affenbrotbierbäume, fand es sehr schnell Gefallen und Geschmack an dieser Art der „Grundernährung“, welches jene Lebewesen auch konsequenterweise bis in die Jetztzeit beibehielten. Es lernte sehr schnell und ausgiebig, das man aus Hopfen, Gerste , Malz und Weizen viele nützliche Grundnahrungsmittel herstellen konnte.
Bewaffnet mit zwei Stöckchen, eines jeweils abwechselnd in der Hand, oder zwischen seinen Schenkeln baumelnd, eroberte dieser „Adonis“ der Urzeit die folgenden Jahrhunderte, machte sich seine Umwelt zu Untertan.
Probleme mit anderen Artgenossen gab es zwar öfters, die aber nie zu flächendeckenden Konflikten übergriffen. Die Sache wurde meistens kurz und schmerzlos in Form aufgeblasenem Stöckchenschwingens geregelt, oder an einer der vielen Strassenbars in Form eines Megakampfflatsaufens. Der Verlierer legte sich schnell dem stärkerem zu Füssen und bezahlte nach der Ausnüchterung das Saufgelage.
Die Entwicklung hochgradiger „Zivilisationskonsumgüter“ machte natürlich um unseren Urmenschen der Neuzeit auch keinen Bogen. Es wurden zum Wohle dieser Naturlaune, Sachen wie das Deckel lose WC, der 325 Zoll grosse Plasmaflachbildschirm, sowie der Flaschenöffner - nur um einige bahnbrechenden Erfindungen zu benennen - erfunden.
Der Kleinwagen mit mindestens 300 PS welcher auch gerne schnell zum Superflitzer mudiert, ist natürlich das Lieblingsspielzeug des Neandertalers jener Welt. Die Autobahnen bestehen aus diesem Grunde auch nur aus einer einzigen breiten Überhollspur. Verkehrsreglungen in diesem Sinne gibt es auch nicht. Praktisch angebrachte Hinweise an den einzelnen Wegestrecken, weisen nur darauf hin, wo die nächste Lokalrunde zu finden ist.
Es wurde extra zur besseren Verständigung untereinander eine Einheitssprache eingeführt, die sich auf Grund ihrer Einfachheit schnell verbreitete und auch für kleinere Hirne erlernbar war. Hier ein paar Auszüge aus dem allumfassenden Sprachnachschlagwerk der männlichen Muttersprache.
- häääää = was sagtest du, sagte er, sagten die anderen Teilnehmer...usw.,
- he hä = noch ein Bier, oder... mein Wagen ist doch geiler als deiner.... usw,
- hojaaaa = nun ,das wäre zu intim....mach mir noch nen kurzen oder so,
ich Ejakuliere gleich...du auch?
- pups = guten Morgen, oder auch guten Abend ich bin da,
-rülps = (dabei kommt es auf die Stärke jener Verlautbarung an ) ich mag dich,
der Frass war nicht schlecht ...,bis hin zu ...mir ist schlecht, ich muss
gleich kotzen usw.,
- spuck = ich kanns eh besser,oder... ist es schon 12 Uhr meine Kehle ist trocken.
Das Erheben des mittleren Fingers der Hand, hat eine dermassen weitumfassende Bedeutung, das es zuweit führen würde näher auf diese Gebärdensprache ein zu gehen. Jedenfalls stinkt meistens dieser Finger.
Selbst Hygiene wird bei diesem Volk der behaarten Affen gross geschrieben. Zumindest wird die Wäsche spätestens dann gewechselt, wenn sie beim Ausziehen und Zusammenlegen keine Falten mehr schlagen kann und einfach in der Ecke stehen bleibt.
Die Kultur ist schlieslich auch langsam im Kommen. Man trifft sich mehrmals die Woche, um in geselligen Runden über das runde Leder, die letzten Autorennen zu berichten, oder einfach nur mal mit Messer und Gabel gemeinsam und vernünftig das Essen zu erlernen.
Ansonsten ist dieser Typ Mann ein sehr pflegeleichtes und leicht zu befriedigendes Inventar jener Welt.
LG rolf