Französische "Fresseinladung"
Hundealltag
Heute möchte ich euch einmal unserere „Ratte“ von Hund etwas anders vorstellen. Einige dürften zumindest übers Internet ja schon mit ihm Bekanntschaft geschlossen haben. Andere hingegen, übernahmen spontan die „Patenschaft“ über diesen kleinen, grossen Vielfrass Timmy. Und seid Ika ihm zum Geburtstag auch noch ein schmuckes, leuchtendes Hundeband schenkte, läuft er sogar sehr manierlich. Aber das ist es eigentlich nicht, was ich hier mal erzählen wolte. Es geht mehr um so kleine „Nichtigkeiten“ wie Fressgewohnheiten. Timmy ist ein Mischlingshund von Berner Senner und Labrador Eltern. Wobei ich manchmal mich frage, welche Hunderasse noch daran beteiligt gewesen sein könnte, zumindest die „Laterene“ gehalten hat.
Jedenfalls entwickelte er im Laufe seines ersten Lebensjahres, so manche Fressgewohnheit und Vorliebe für einige „Spezialitäten“. Um eine entsprechende ausgewogens Nahrung zu gewährleisten, legte ich viel Wert auf entsprechendes Trockenfutter. Es schien ihm auch sehr zu munten. Jedenfalls bis zu dem Augenblick, als er das Katzenfutter für sich entdeckte. Nun ist es nicht so das er die Katzen von ihren Futterstellen vertreiben würde. Nö nö. Das hat unser „lieber“ Timmy ja garnicht nötig. Er wartet seelenruhig bis die zwei „Stubentiger“ fertig sind und sich keiner von uns in der Nähe befindet. Dann stösst er mit der Pfote die Küchentür auf, frisst die Reste der Katzennahrung und schiebt in seiner Fressgier mit der Schnauze die beiden Näpfe durch die Küche. Er weis zwar das er da nix zu suchen hat. Funktioniert ja auch. Solange keiner von uns in der Nähe sich aufhält. jedenfalls habe ich es mit Nassnahrung versucht. Aber denkste. Zuerst frisst er seins, um anschliesend zu schauen was die zwei Katzendamen ihm übrig gelassen haben könnten.
Karotten sind auch so eine feine Sache für ihn. Er „schnurbst“ unüberhörbar und genüsslich an dem Ding rum, leckt zum Schluss noch jeden Schnipsel vom Boden weg. Anschliesend wird sich noch ein paar mal im Kreis gedreht und alles gründlich abgesucht. Hund könnte ja was übersehen oder vergessen haben.
Bei rohem Ei dreht er fast ganz durch. Ganz vorsichtig wird es ins Maul genommen und in eine sichere Ecke erst einmal transportiert. Danach geht sein geübter Hundeblick nach hinten, um zu sehen ob ihm ja auch keiner gefolgt ist um das Ei ihm streitig zu machen. Anschliesend kann es fast ne Viertelstunde dauern, bis es restlos verschappuliert ist. Und dann nochmals fast 15 Minuten mit Schnauze und dem Boden Ablecken. Knochen, Käse, Teigwaren, und vorallem Brot. Hartes Brot in rauhen Mengen und unterschiedlichsten Grössen. Da kennt er wirklich nix. Im Gegenteil. Er tut als wenn er im Nebenzimmer schläft. Aber ein Ohr und ein Auge beobachten immer den Eingangsbereich zur Küche. Sollte jemand sich am Brot zu schaffen machen....das Wort Brot ist noch nicht einmal richtig ausgesprochen und er sitzt schon ganz lieb und Schwanz wedelnt vor der Tür. Seinem Blick entgeht dabei keine Bewegung. Er verfolgt ganz genau was man macht und wohin man das „Fressopjekt“ seiner Begierde hin legt. Und was er bei uns nicht bekommt, besorgt er sich auch schnell mal selber. Das kann von „Holz“ bis hin zu.....aber das möchte ich doch etwas genauer noch schnell erzählen.
Also. Vor ein paar Tagen lief ich wie üblich gegen 21 Uhr mit ihm unsere Seerunde. Er war auch ziemlich brav, so das ich ihn dann immer relativ viel Bewegungsfreiheit gewähre. Es war schon leicht dunkel, als er plötzlich vor mir auf dem Weg etwas dunkles, grosses anbellte. Zuerst dachte ich von der Grösse und der Form es wäre ein verdautes Relikt von irgend einem Timmys Freunden. Sah jedenfalls wie „Hundescheisse“ von weiten aus. Ich natürlich gleich „Pfui“ und „nein“. Das sind Kommandos, welche er eigentlich sehr gut beherscht. Aber er beruhigte sich gar nicht. Im Gegebteil. Er bellte nur noch lauter und hüpfte um jenen vermeindlichen „Hunddreck“ wie verrückt rum. Plötzlich aber bewegte sich jener „Kackhaufen“ und versuchte sein Seelenheil in der Flucht zu finden. Hopsende Hunderestbestände hatte ich allerdings auch noch nie zu Gesicht bekommen, weshalb ich auch etwas näher ging. Unglücklicherweise sprangen beide gleichzeitig und auch fast in die selbe Richtung. Jedenfalls landete jener Frosch, als solchen konnte ich ihn endlich erkennen, genau vor Timmys „Leckermäulchen“. Er lies sich natürlich nicht zwei mal bitten und nahm diese „französische“ Einladung auch gleich an. Zumal es hier um etwas Fressbaren ging. Der Rest war am nächsten Tag beim morgendlichem Seespaziergang „verdaute“ Geschichte. Und so kann ich eigentlich mit ruhigen Gewissen sagen, dass unser Hund wahrscheinlich nie verhungern wird. Und wenn es mit Fröschen oder anderen Hundenahrungsmitteln mal eng werden sollte, hat unser Timmy ja noch seine liebe Patentante aus Berlin. Ika verwöhnt diese Ratte sehr gerne. Gelle Ika? ![]()
rolf
PS: Ich wollte noch die entsprechenden Bilder Einstellen. Aber irgendwie geht das heute wieder mal nicht. Werde ich also morgend nochmals versuchen das mit den Bildern.