Arbeitsbeschaffung
Am Montagabend, war ich zu einer angesagten Berufs - und Laufbahnberatung im BIZ Thun. Es war für mich nicht nur das erste Mal das ich an solch einer Veranstaltung teilnahm, sondern am Ende auch sehr informativ und sogar lehrreich.
Ich lernte endlich auch gewisse Unterschiede in der "Berufsauffassung" und der entsprechenden Darlegung zwischen Deutschland und der Schweiz kennen. Es war aber dennoch ein ganz komisches Gefühl, plötzlich auf der anderen Seite des "kapitalistischen" Arbeitsmarktes zu sitzen. Jahrelang war ich entweder Alleinunterhalter oder selber Arbeitgeber gewesen. Und nun plötzlich sass ich genau da, wo vorher einige meiner ehemaligen "Mitarbeiter" sich den Hintern wund sassen, um am Ende bei "mir" zu landen. Natürlich konnte ich mir an einigen Stellen des Reverates ein "kleines" Grinsen nicht verkneifen. Aber zum Glück bekam das niemand mit. Denke ich mal. Den aufgefallen bin ich schon. Alleine die klasklare Stimme des etwas verwaschenen "halbsächsischen" Dialektes, muss doch einige hier ziemlich aus ihren schwyzerischen Halbträumen regelrecht raus gerissen haben. Alleine schon dieser Satz:"Isch häde da ma noch ne Frache", lies sofort mindestens vier Köpfe Katapult gleich in meine Richtung sich ruckartig umdrehen. Nicht das ich wegen solcher Kleinigkeiten in Verlegenheit zu bringen wäre. Dazu bedarf es am Ende ein wenig mehr. Ich versuchte allerdings nun meinerseits, jene sprachliche und dialektische Influenza durch das beste "Hochdeutsch" welches ich mich seit dem Verlassen der dritten Klasse noch erinnern konnte, wieder über meinen Kehlkopf fliessen zu lassen. Ich würde das vielleicht mit dem Versuch vergleichen, wenn ein waschechter Schwarzafrikaner in einem typischen bayrischem Biegarten der Bedienung die Bestellung von einer Stange Bier ( schweizer Masseinheit für ein Glas Bier ) aufgeben möchte. Es soll ja Fälle geben, wo dies sogar relativ gut gehen "könnte". Aber nüsch bei mir und meinem "Breitmaulfroschganzkörperdialekt". Jedenfalls schauten mich nun erst recht alle Anwesenden wie ein Exotisches Überbleibsel aus einer längstvergangen, prähistorischen Urzeit an. Ich merkte förmlich, wie die Blicke der Anwesenden sich Saugnäpfen gleich an meinen Lippen festsogen, um ja kein Wörtchen und Komma sich entgehen zu lassen. Plötzlich glaubte ich alle schon längst vergessenen Pickel aus der Jugendzeit aufeinmal in meinem Gesicht wieder zu spürren. Da half es auch nichts, dass der "Seminarleiter" mir aufmundernt zunickte. Für ihn war es sicherlich auch ein Erlebnis in doppelter Hinsicht. Endlich stellte einmal jemand eine Frage und dann noch dazu ein "Ausserirdischer". Ich glaube das es an diesem Abend auch das einzige und letzte mal war, das ich den Mund zu einer Frage noch aufmachte. Natürlich zum Luftholen schon. Aber interessanterweise schauten einige Teilnehmer sofort zu mir, wenn es im herlichsten Berndysch hies:"hat jemand noch eine Frage?"
Ansonsten lief dieser Infoabend für mich sehr vielversprechend. In den nächsten Tagen heist es erst einmal diese Flut von Informationen zu sichten und für mich aus zu werten. Vielleicht ergibt sich nun dadurch sogar eine ganz neue Chance im Bereich "Arbeitsbeschaffung". Lehrreich und informativ war es alle mal. Und ich denke mit einem Grinsen im Gesicht, auch für die Teilnehmer jenes Abendseminares.
rolf
Ich lernte endlich auch gewisse Unterschiede in der "Berufsauffassung" und der entsprechenden Darlegung zwischen Deutschland und der Schweiz kennen. Es war aber dennoch ein ganz komisches Gefühl, plötzlich auf der anderen Seite des "kapitalistischen" Arbeitsmarktes zu sitzen. Jahrelang war ich entweder Alleinunterhalter oder selber Arbeitgeber gewesen. Und nun plötzlich sass ich genau da, wo vorher einige meiner ehemaligen "Mitarbeiter" sich den Hintern wund sassen, um am Ende bei "mir" zu landen. Natürlich konnte ich mir an einigen Stellen des Reverates ein "kleines" Grinsen nicht verkneifen. Aber zum Glück bekam das niemand mit. Denke ich mal. Den aufgefallen bin ich schon. Alleine die klasklare Stimme des etwas verwaschenen "halbsächsischen" Dialektes, muss doch einige hier ziemlich aus ihren schwyzerischen Halbträumen regelrecht raus gerissen haben. Alleine schon dieser Satz:"Isch häde da ma noch ne Frache", lies sofort mindestens vier Köpfe Katapult gleich in meine Richtung sich ruckartig umdrehen. Nicht das ich wegen solcher Kleinigkeiten in Verlegenheit zu bringen wäre. Dazu bedarf es am Ende ein wenig mehr. Ich versuchte allerdings nun meinerseits, jene sprachliche und dialektische Influenza durch das beste "Hochdeutsch" welches ich mich seit dem Verlassen der dritten Klasse noch erinnern konnte, wieder über meinen Kehlkopf fliessen zu lassen. Ich würde das vielleicht mit dem Versuch vergleichen, wenn ein waschechter Schwarzafrikaner in einem typischen bayrischem Biegarten der Bedienung die Bestellung von einer Stange Bier ( schweizer Masseinheit für ein Glas Bier ) aufgeben möchte. Es soll ja Fälle geben, wo dies sogar relativ gut gehen "könnte". Aber nüsch bei mir und meinem "Breitmaulfroschganzkörperdialekt". Jedenfalls schauten mich nun erst recht alle Anwesenden wie ein Exotisches Überbleibsel aus einer längstvergangen, prähistorischen Urzeit an. Ich merkte förmlich, wie die Blicke der Anwesenden sich Saugnäpfen gleich an meinen Lippen festsogen, um ja kein Wörtchen und Komma sich entgehen zu lassen. Plötzlich glaubte ich alle schon längst vergessenen Pickel aus der Jugendzeit aufeinmal in meinem Gesicht wieder zu spürren. Da half es auch nichts, dass der "Seminarleiter" mir aufmundernt zunickte. Für ihn war es sicherlich auch ein Erlebnis in doppelter Hinsicht. Endlich stellte einmal jemand eine Frage und dann noch dazu ein "Ausserirdischer". Ich glaube das es an diesem Abend auch das einzige und letzte mal war, das ich den Mund zu einer Frage noch aufmachte. Natürlich zum Luftholen schon. Aber interessanterweise schauten einige Teilnehmer sofort zu mir, wenn es im herlichsten Berndysch hies:"hat jemand noch eine Frage?"
Ansonsten lief dieser Infoabend für mich sehr vielversprechend. In den nächsten Tagen heist es erst einmal diese Flut von Informationen zu sichten und für mich aus zu werten. Vielleicht ergibt sich nun dadurch sogar eine ganz neue Chance im Bereich "Arbeitsbeschaffung". Lehrreich und informativ war es alle mal. Und ich denke mit einem Grinsen im Gesicht, auch für die Teilnehmer jenes Abendseminares.
rolf
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