Bierkultur
Angeregt durch einen Artikel von Travis, konnte ich mir folgendes Gedicht nicht verkneifen. Es ist zwar schon mindestend 4 Jahre alt - solange liegt mein letzter Besuch dort zurück - hat aber denke ich auch sonst nichts an Aktualität verloren. Ausserdem ist Bayern ganz weit weg von mir, so das mir nicht doch noch als Dankeschön ein "Glässchen" um die Ohren fliegt.
Ausserdem haben die Bayern schon viel "tiefere" Krisen überstanden. 
rolf
Bayrische Wiesenkultur
Einmal im Jahr - will er geniesen.
Drum geht der Bayer, auf seine Wiesen.
In Seppelhose und Gamsbarthut,
trinkt er sich an, den ersten Mut.
Um 12 Uhr dann, der nächste Gang,
der bayrisch Mann, am Bratenstand.
Mit süßem Senf, und weißer Wurscht,
stillt er den Hunger, erhöht den Durscht.
So zwischen drei und kurz vor vier,
im Wiesenzelt das zehnte Bier.
Bei Alpenband und Schellenklang,
der Kopf schon teigig, der Bauch ganz krank.
So gegen sechs, die Stimmung toll,
der Bayer blass, am Ende voll.
Mit Schritten wie ein Elefant, die Hände tastend an der Wand,
erreicht er kläglich, aber froh, zu guter letzt das Bierzeltklo.
Nicht mehr ganz klar – doch kennt sich aus.
Was oben rein, muss unten raus.
Was Nierenspüllung nicht ganz schafft,
sucht sich nen Weg, mit letzter Kraft.
Die deutsche Eiche, aus tiefstem Bayern,
man sieht ihn spucken, und hört ihn reihern.
Die Äuglein - liebkosten grad das „Maß“,
vom Drücken schmal, am Rande nass.
Wie ein Iltis, nicht mehr ganz frisch,
zurück im Zelt, an seinem Tisch.
Ne Bretzel, Radi muss noch sein,
noch zwei drei Maß, dann geht´s erst Heim.
Und nächstes Jahr gibt´s keine Frage,
Kultur muss sein, auch Wiesentage.
rolf
rolf
Bayrische Wiesenkultur
Einmal im Jahr - will er geniesen.
Drum geht der Bayer, auf seine Wiesen.
In Seppelhose und Gamsbarthut,
trinkt er sich an, den ersten Mut.
Um 12 Uhr dann, der nächste Gang,
der bayrisch Mann, am Bratenstand.
Mit süßem Senf, und weißer Wurscht,
stillt er den Hunger, erhöht den Durscht.
So zwischen drei und kurz vor vier,
im Wiesenzelt das zehnte Bier.
Bei Alpenband und Schellenklang,
der Kopf schon teigig, der Bauch ganz krank.
So gegen sechs, die Stimmung toll,
der Bayer blass, am Ende voll.
Mit Schritten wie ein Elefant, die Hände tastend an der Wand,
erreicht er kläglich, aber froh, zu guter letzt das Bierzeltklo.
Nicht mehr ganz klar – doch kennt sich aus.
Was oben rein, muss unten raus.
Was Nierenspüllung nicht ganz schafft,
sucht sich nen Weg, mit letzter Kraft.
Die deutsche Eiche, aus tiefstem Bayern,
man sieht ihn spucken, und hört ihn reihern.
Die Äuglein - liebkosten grad das „Maß“,
vom Drücken schmal, am Rande nass.
Wie ein Iltis, nicht mehr ganz frisch,
zurück im Zelt, an seinem Tisch.
Ne Bretzel, Radi muss noch sein,
noch zwei drei Maß, dann geht´s erst Heim.
Und nächstes Jahr gibt´s keine Frage,
Kultur muss sein, auch Wiesentage.
rolf
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