Rapport einer Fliege
Ich habe es jemanden hier bei overblog "versprochen". Ich meine dieses Gedicht hier, weil es da um eine Fliege geht.
Diese "Entgleisung" meiner "sieben Sinne" liegt schon auch wieder ein paar Jährchen zurück. Es war eine Zeit des fröhlichen Dichten auf der einen und das Abdichten meiner durstigen Kehle auf der anderen Seite.
Dennoch viel Spass beim Lesen.
rolf
Report einer Fliege
Schon seit Stunden ich hier grüble,
dreh den Stift in meiner Hand.
Nichts gelingt, oh welch ein Übel,
zähl die Fliegen an der Wand.
Diese kleinen Plagegeister,
nerven schon die ganze Zeit.
Freche, wahre „Fliegenmeister“,
krieg sie noch und schlag sie breit.
Saugen frech von meinem „Rotem“,
können nicht mehr, richtig fliegen.
Sind ganz aufgeregt und toben,
hol ne Klatsche, werd euch kriegen.
Wie der Schneider, aus dem Märchen,
sieben gleich, auf einen Streich.
Selbst im Rausch, sich bilden Pärchen,
hau sie alle windelweich.
Endlich Ruhe, ich kann schreiben,
hab sie alle noch erwischt.
Eine nur soll übrig bleiben,
soll´s berichten im Gedicht.
Aus der Sicht einer Fliege
Ich bin Muck, die „Wanderfliege“,
etwas dick und ziemlich rund.
Nehme alles was ich kriege,
von der Hand, gleich in den Mund.
Kam weit rum im weiten Lande,
war mal hier und auch mal da.
Keinen Zwang durch fremde „Bande“,
möchte erzähl´n, was einst geschah.
Flog gen Süden, zu den Bergen,
schöner Platz, war wirklich fein.
Luftkurort, ich werd´s mir merken,
die Verwandtschaft lud mich ein.
Einmal Schlemmern wie die Fürsten,
mit etwas Glück, noch ein Dessert.
Naschen von den Leckren Würsten,
faules Leben, gar nicht verkehrt.
So vergingen viele Tage,
mit der ganzen Fliegenbrut.
Fressen, schlafen, keine Frage,
mir gefiel´s, auch ging´s mir gut.
Doch irgendwann, ein feiner Duft,
richtig lieblich und so fein.
Etwas Süßes in der Luft,
unsre Fühler, rochen „Wein“.
Nichts wie hin zum großem Saufen,
bis der Rüssel nicht mehr kann.
Konnt nicht fliegen, weder Laufen,
sah schon Mäuse, Mann oh Mann.
Hört nicht mehr die große Klatsche,
wie sie drosch auf alle ein.
Lag wie tot im Fliegenmatsche,
war betäubt vom roten Wein.
Nach vier Stunden oder acht,
endlich konnt ich wieder sehen.
Draußen tiefste dunkle Nacht,
nicht mal auf den Beinen stehen.
Selbst der Rüssel, vom vielem Saugen,
noch benommen , richtig rot.
Konnt es immer noch nicht glauben,
meine Sippe, alle tot.
Seit diesem Tag, das schwor ich mir,
und duftet es, auch noch so fein.
Mit Kumpels mal, vielleicht ein Bier,
nie wieder, saug ich solchen Wein.
Diese "Entgleisung" meiner "sieben Sinne" liegt schon auch wieder ein paar Jährchen zurück. Es war eine Zeit des fröhlichen Dichten auf der einen und das Abdichten meiner durstigen Kehle auf der anderen Seite.
Dennoch viel Spass beim Lesen.
rolf
Report einer Fliege
Schon seit Stunden ich hier grüble,
dreh den Stift in meiner Hand.
Nichts gelingt, oh welch ein Übel,
zähl die Fliegen an der Wand.
Diese kleinen Plagegeister,
nerven schon die ganze Zeit.
Freche, wahre „Fliegenmeister“,
krieg sie noch und schlag sie breit.
Saugen frech von meinem „Rotem“,
können nicht mehr, richtig fliegen.
Sind ganz aufgeregt und toben,
hol ne Klatsche, werd euch kriegen.
Wie der Schneider, aus dem Märchen,
sieben gleich, auf einen Streich.
Selbst im Rausch, sich bilden Pärchen,
hau sie alle windelweich.
Endlich Ruhe, ich kann schreiben,
hab sie alle noch erwischt.
Eine nur soll übrig bleiben,
soll´s berichten im Gedicht.
Aus der Sicht einer Fliege
Ich bin Muck, die „Wanderfliege“,
etwas dick und ziemlich rund.
Nehme alles was ich kriege,
von der Hand, gleich in den Mund.
Kam weit rum im weiten Lande,
war mal hier und auch mal da.
Keinen Zwang durch fremde „Bande“,
möchte erzähl´n, was einst geschah.
Flog gen Süden, zu den Bergen,
schöner Platz, war wirklich fein.
Luftkurort, ich werd´s mir merken,
die Verwandtschaft lud mich ein.
Einmal Schlemmern wie die Fürsten,
mit etwas Glück, noch ein Dessert.
Naschen von den Leckren Würsten,
faules Leben, gar nicht verkehrt.
So vergingen viele Tage,
mit der ganzen Fliegenbrut.
Fressen, schlafen, keine Frage,
mir gefiel´s, auch ging´s mir gut.
Doch irgendwann, ein feiner Duft,
richtig lieblich und so fein.
Etwas Süßes in der Luft,
unsre Fühler, rochen „Wein“.
Nichts wie hin zum großem Saufen,
bis der Rüssel nicht mehr kann.
Konnt nicht fliegen, weder Laufen,
sah schon Mäuse, Mann oh Mann.
Hört nicht mehr die große Klatsche,
wie sie drosch auf alle ein.
Lag wie tot im Fliegenmatsche,
war betäubt vom roten Wein.
Nach vier Stunden oder acht,
endlich konnt ich wieder sehen.
Draußen tiefste dunkle Nacht,
nicht mal auf den Beinen stehen.
Selbst der Rüssel, vom vielem Saugen,
noch benommen , richtig rot.
Konnt es immer noch nicht glauben,
meine Sippe, alle tot.
Seit diesem Tag, das schwor ich mir,
und duftet es, auch noch so fein.
Mit Kumpels mal, vielleicht ein Bier,
nie wieder, saug ich solchen Wein.
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