Der Flaschengeist
Ä....ja also....
. Vielleicht etwas zuviel verlangt von euch, wenn ich nochmals aus den Tiefen meines Archives ein oder zwei "kleine" Gedichte hervorzauber. Möchte auch gleich Anmerken, das dies hier keine "Gedichjteseite" ist oder wird. Aber bevor ich das Kapitel "Lyrik" wieder fürne Weile hier schliesen werde, wollte ich wenigstens noch zwei jener geistigen"Gülleergüsse" über euch träufeln.
Ich hoffe ihr habt beim Lesen soviel Spass, wie ich damals beim Schreiben.
Der Flaschengeist
Aus der grünen Einkaufstasche
schaut heraus ne Zauberflasche.
Muss sie nur noch schnell entkorken,
ist vielleicht ein Dschinn verborgen?
Wie sie rubbelt und poliert,
langsam die Geduld verliert.
Weit und breit kein Geist in Sicht,
wird ganz rot sie im Gesicht.
Es qualmt, es zischt, sie hört ein Stöhnen:
„Ich bin ein Dschinn, will dich verwöhnen!“
Träge quält sich nun heraus
Ein runder Typ aus seinem Haus.
Er wirkt noch blass und nicht ganz munter.
Sie schaut kurz hoch, putz ihn gleich runter:
„Du dickes Ding, du bist ein Geist?
Ok“, sagt sie, „dass du’s beweist:
Siehst du jenen Wäscheschlange,
die sich windet?“- Ihm wird bange.
„Diese Kleider bügle mir,
wenn es geht bis kurz nach vier.
Kurz nach sechs das Abendessen,
hätt ich doch fast glatt vergessen.
Wenn es geht, auch etwas frisch
Bring das Mahl mir auf den Tisch.
Nach dem Dinner leicht gerührt
Noch nen Kaffee schnell serviert.
Tisch abräumen, Küche putzen,
hast ja Zeit – und sollst sie nutzen.
Meine Stärke, lieber Geist,
liegt im Denken, wie du weisst.
Drum diene mir, gar keine Frage,
heute, hier und alle Tage!“
Der Dschinn vor Schreck wird kreidebleich.
Die Hände feucht, die Knie ganz weich.
Ist das ein Scherz der andern Geister?
In seiner Not ruft er den Meister.
„Herr der Geister aller Flaschen,
aller Hexen, Zaubertaschen.
Wir gehorchen alle dir.
Komm herbei und helfe mir!“
Frösche regnet’s, alle weiß,
hört man plötzlich: „Welch ein Sch…!
Nichts klappt hier in dieser Welt,
alles dreht sich nur ums Geld!“
Dielen knarren, etwas Rauch,
Lichteffekte – so wills der Brauch.
Plötzlich steht er da, der Meister
aller Hexen, Flaschengeister.
„Herr der Geister, den ich rief,“
sprach der Dschinn, „hier läuft was schief!
Will nicht meckern, auch nicht klagen.
Du kannst ja dieses Wesen fragen.
Schlösser bauen, wundervoll.
Auch mal zaubern find ich toll.
Teppich fliegen, recht bequem,
Gold beschaffen, kein Problem.
Doch diese Frau verlangt von mir
Bügeln, Kochen ungeniert!
Ich bin ein Dschinn von erstem Rang!
Seh ich so aus wie’n Ehemann?
Eine Schürze um den Leib
verlangt von mir gar dieses Weib.“
Sprach’s und reckt’ sich in voller Pose,
der dicke Bauch spannt seine Hose.
Der Meister jener Zaubergilde
Schaut sich kurz um -ist schnell im Bilde.
Er zieht aus seinem Faltenrock
Hervor den grossen Zauberstock.
Er murmelt hier und wedelt da:
„Es soll so werden, wie’s früher war“.
Ein kurzes „Plopp“ an jenem Fleck
Wo einst der Dschinn – nun ist er weg.
Indes die Frau mit leerem Blick
Ganz traurig über ihr Geschick.
In der Hand hält sie die Flasche
Aus der grünen Einkaufstasche.
Ich hoffe ihr habt beim Lesen soviel Spass, wie ich damals beim Schreiben.
Der Flaschengeist
Aus der grünen Einkaufstasche
schaut heraus ne Zauberflasche.
Muss sie nur noch schnell entkorken,
ist vielleicht ein Dschinn verborgen?
Wie sie rubbelt und poliert,
langsam die Geduld verliert.
Weit und breit kein Geist in Sicht,
wird ganz rot sie im Gesicht.
Es qualmt, es zischt, sie hört ein Stöhnen:
„Ich bin ein Dschinn, will dich verwöhnen!“
Träge quält sich nun heraus
Ein runder Typ aus seinem Haus.
Er wirkt noch blass und nicht ganz munter.
Sie schaut kurz hoch, putz ihn gleich runter:
„Du dickes Ding, du bist ein Geist?
Ok“, sagt sie, „dass du’s beweist:
Siehst du jenen Wäscheschlange,
die sich windet?“- Ihm wird bange.
„Diese Kleider bügle mir,
wenn es geht bis kurz nach vier.
Kurz nach sechs das Abendessen,
hätt ich doch fast glatt vergessen.
Wenn es geht, auch etwas frisch
Bring das Mahl mir auf den Tisch.
Nach dem Dinner leicht gerührt
Noch nen Kaffee schnell serviert.
Tisch abräumen, Küche putzen,
hast ja Zeit – und sollst sie nutzen.
Meine Stärke, lieber Geist,
liegt im Denken, wie du weisst.
Drum diene mir, gar keine Frage,
heute, hier und alle Tage!“
Der Dschinn vor Schreck wird kreidebleich.
Die Hände feucht, die Knie ganz weich.
Ist das ein Scherz der andern Geister?
In seiner Not ruft er den Meister.
„Herr der Geister aller Flaschen,
aller Hexen, Zaubertaschen.
Wir gehorchen alle dir.
Komm herbei und helfe mir!“
Frösche regnet’s, alle weiß,
hört man plötzlich: „Welch ein Sch…!
Nichts klappt hier in dieser Welt,
alles dreht sich nur ums Geld!“
Dielen knarren, etwas Rauch,
Lichteffekte – so wills der Brauch.
Plötzlich steht er da, der Meister
aller Hexen, Flaschengeister.
„Herr der Geister, den ich rief,“
sprach der Dschinn, „hier läuft was schief!
Will nicht meckern, auch nicht klagen.
Du kannst ja dieses Wesen fragen.
Schlösser bauen, wundervoll.
Auch mal zaubern find ich toll.
Teppich fliegen, recht bequem,
Gold beschaffen, kein Problem.
Doch diese Frau verlangt von mir
Bügeln, Kochen ungeniert!
Ich bin ein Dschinn von erstem Rang!
Seh ich so aus wie’n Ehemann?
Eine Schürze um den Leib
verlangt von mir gar dieses Weib.“
Sprach’s und reckt’ sich in voller Pose,
der dicke Bauch spannt seine Hose.
Der Meister jener Zaubergilde
Schaut sich kurz um -ist schnell im Bilde.
Er zieht aus seinem Faltenrock
Hervor den grossen Zauberstock.
Er murmelt hier und wedelt da:
„Es soll so werden, wie’s früher war“.
Ein kurzes „Plopp“ an jenem Fleck
Wo einst der Dschinn – nun ist er weg.
Indes die Frau mit leerem Blick
Ganz traurig über ihr Geschick.
In der Hand hält sie die Flasche
Aus der grünen Einkaufstasche.
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