Hilfe - Warum?

Veröffentlicht auf von kralle

Warum?

 

 

 

Gestern wie gesagt war ich auf einer Seite bei einer Blogerin. Das Ergebnis war, das ich mir über einige Sachen mehr wie nur einen Gedanken machte. Aber ihr konntet ja meinen „verlorenen“ Kampf mit der Lust des Rauchens z.T. mit verfolgen. Allerdings war dies ja auch nur die Spitze des Eisberges. Da waren so Fragen nach dem Sinn was ich nicht nur hier im Blog mache und ob das überhaupt auch im allgemeinen Sinn macht was ich ausserhalb jener Bitautobahn so treibe. Ich fragte mich wirklich nach dem „Warum“ und „Zweck“ wieso jemand einen Blog betreibt, sich quasie im Internet dermassen vielleicht sogar „prostituiert“. Also eines kann ich mit Sicherheit jedenfalls bei mir Ausschliesen. Geltungsbedürfnis. Das mit Sicherheit nicht. Aber was ist es dann was nicht nur mich, sondern viele Bloger so antreibt fast jeden Tag das eigene Computerheim zu Pflegen und zu Hegen?

Was animiert z.B. Menschen dazu mit Blumengrüssen oder anderen „Aufmerksamkeiten“ andere Bloger zu „animieren“? Welcher Sinn liegt darin Meinungsumfragen zur eigenen Person zu veranstalten, oder nicht mal eigene Bilder bzw. Artikel in einem Blog zusammen zu fassen? Es gibt da soviele Beispiele und Beweggründe........

Ich war kurz davor meinen Blog wieder zu Löschen. Ja. Ich wollte das alles hier mit einer Fingerbewegung der Vergangenheit angehören lassen. Aber warum betreibe ich erst solch einen Aufwand, um am Ende wieder alles in der Versenkung verschwinden zu lassen? Ich weis es wirklich nicht, bin hin und her gerissen. Hans fragte auf seine lustige Art z.B. ob ich in den „Wechseljahren“ mich gerade befinde. So abwegig fand und finde ich diese Frage nicht einmal. Ich fange an, an mir zu zweifeln. Zweifel ob das was ich mache gut und richtig ist. Für was mache ich das....?

Ja ich will mich Mitteilen, suche auch das Gespräch mit anderen Menschen. Ich möchte auch Leute vielleicht auf diese eine oder andere Art Kennenlernen. Spass am Schreiben und Lesen was andere so machen und Denken möchte ich erleben. Das ist alles richtig. Aber bin ich schon so arm dran, das ich das im Internet suchen muss, oder auch nur finden kann? Von dem entsprechenden Zeitaufwand rede ich garnicht erst. Es ist richtig.... . Ich schreibe und lache auch gerne, möchte auch vielleicht auf diese Art andere nicht nur daran, sondern auch an alltäglichen Unsinn teilhaben lassen. Aber ist das nicht auch ein Zeichen, das der soetwas macht arm dran ist. Ich meine im richtigen Leben? Was bewegt euch, fast jeden Tag, je nach Zeit und Laune zu Blogen? Warum betreibt ihr eine solche teilweise private „Plattform“? Bei vielen von euch weis ich das sie nicht an „Kontaktarmut“ im wahren Leben leiden. Ist ja bei mir auch nicht der Fall. Aber was ist es dann? Was treibt euch, warum macht ihr das? Ich fühle mich nicht einmal ausgebrannt oder so. Im Gegenteil. Im Augenblick bin ich sogar in einer „Schreibhochphase“. Und dennoch frage ich mich warum?

Bitte helft mir eine für mich befriedigende Antwort zu finden.

Ich meine es ernst.

 

rolf

 

Veröffentlicht in Gedanken

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Wally 03/23/2009 11:53

Lieber RolfWarum bloggen? - In den drei Jahren meiner Bloggerzeit habe ich mich das häufig gefragt. Eine Antwort darauf habe ich erst vor einigen Monaten gefunden, seit ich wieder arbeiten gehe. Denn seitdem habe ich nicht mehr die Zeit regelmäßig, täglich, zu bloggen - und auch nicht mehr die Zeit, mich regelmäßig mit Schreiben beschäftigen zu können... Und da hatte ich meine Antwort auf "Warum bloggen?" auf einmal ganz klar vor Augen: ich blogge um des Schreibens willen, weil ich eben gerne schreibe, unabhängig davon ob es eigene Beiträge für mein Weblog oder Kommentare in anderen Blogs sind. Ich mag das Tastengeklimpere unter meinen Fingern, freue mich daran, wie aus Gedanken Worte, Sätze, Texte entstehen. Schreiben macht mir Spaß! Einerlei in welcher Form. Und zudem hat für mich das Bloggen den schönen Nebeneffekt mich "unter meinesgleichen" fühlen zu dürfen, was mir viel bedeutet, denn in meinem Umfeld, auch innerhalb meiner Familie gibt es niemanden, der die "Freuden und Leiden eines Autors" mit mir teilen kann. Mittlerweile wird zwar von allen akzeptiert, dass das Schreiben eben mein Hobby ist, dass ich sogar davon träume, das Schreiben einmal beruflich ausüben zu können - aber verstehen, tut es keiner. Kurzum: ich blogge, weil ich gerne schreibe und weil mir der schriftliche Austausch in den Blogs Spaß macht und auch dabei hilft, am Schreiben dran zu bleiben, und mich so davor behütet, in Momenten tiefster privater Resignation mein liebstes Hobby unüberlegt an den Nagel zu hängen.Liebe Grüße,Wally

kralle 03/23/2009 13:56


Hallo Wally.

Schön das du dich auch zu diesem Thema äusserst. Für viele ist das Schreiben an sich wahrscheinlich auch die Triebfeder einen Blog zu unterhalten. Bei dir kommt noch die entsprechende Komunikation
mit anderen und Gleichgesinnten hinzu. Ich finde es schade, dass in deinem unmittelbaren "Kreis" keiner dieses Hobby und die Leidenschaft mit dir teilen kann. Aber wenigstens zeigt man Verständnis
dafür. Dann musst du ja jetzt gewaltig unter Entzugserscheinungen leiden, wenn du nicht mehr so diese Zeit wie früher aufbringen kannst? Ich wünsche dir noch einen erfolgreichen Start in die Woche, auch wenn schon wieder bald Wochenende ist.


LG rolf


Raabenweib 03/23/2009 09:26

hallo! hast du schon einmal gesehen, wie ein buddhistischer mönch in wochenlanger kleinarbeit aus bunt gefärbtem sand ein sandbild macht, um es danach mit einem wisch zu zerstören? daran musste ich gerade denken, als ich deinen eintrag hier gelesen habe. manchmal tut es einfach nur gut, sich auf etwas zu konzentrieren, all seine energie in etwas zu geben, um es dann mit einem wisch zu zerstören und zu sehen: "ich lebe weiter, es geht mir weiterhin gut, es fehlt mir nichts".alles liebe, sonja

kralle 03/23/2009 13:51


Ich kenne das nur von Dokus her. Persönlich hatte ich für soetwas noch nicht ihr Ehre. aber ich denke das ich schon verstanden habe was du damit meinst. Es ist auch nicht der einzelne Moment der
zählt..... es ist die Gesamtheit der Momente die es aus machen am Ende.
Dir noch einen schönen Tag.


LG rolf


Silvi 03/20/2009 11:09

Ich möchte allen einfach durch meine Fotos zeigen wie ich die Welt mit meinen Augen sehe.Und durch das ein oder andere Bild, den Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wenn es ihnen z.b. mal nicht so gut geht, oder nach den Sinn des Lebens suchen Lach dich mal virituell drücken Rolf!!!!Mach weiter so, mit deinen Texten zauberst du mir auch immer ein Lächeln und auch oft ein breites grinsen aufs Gesicht lg Silvi

kralle 03/20/2009 14:53


Danke. Ist angekommen.


LG rolf


Laila888 03/20/2009 10:50

das ist ja das Problem. So denke ich ja auch. Daher schreibe ich es lieber auf. Mein Schatz hat sich mal einen Artikel von mir durchgelesen und sah es dann plötzlich auch schon ganz anders. Hmm, schreiben hilft wohl mehr als Worte

kralle 03/20/2009 14:50


Ich kenne das, weil im geschriebenem Wort manchmal mehr Ausdrucksstärke liegen kann. Nur wer beides gekonnt beherscht ist....... . Ich verbeuge mich vor solchen Menschen.


LG rolf


Laila888 03/19/2009 13:08

Hallo Rolf,also ich führe meinen Blog in erster Linie deshalb, um alles was mich bedrückt, was ich toll finde, wie ich empfinde aufzuschreiben als Tagebuch. Dann habe ich in dieser Zeit Blog-Freundschaften gesammelt, von Leuten, die noch nette Kommentare hinterlassen haben, die mir persönlich sehr viel bedeuten, die mir Zuspruch geben, einfache Dinge, die man aber nicht mit Freunden besprechen kann. Ich habe meist vieles, was andere Leute, eigentliche Freunde einfach nicht verstehen oder mit "das wird schon wieder" abwiegeln. Ich bin immer für andere da, aber ich habe einfach das Gefühl, wie es mir dabei geht interessiert die Leute nicht, daher den Blog, daher mein Tagebuch. Hier schreiben Blogger unter Bloggern, man kann helfen und es wird geholfen. Es hilft mir persönlich sehr viel weiter, weil ich sehe, ob ich etwas falsch gemacht habe oder ob es doch richtig ist. Lieben Gruß Laila

kralle 03/19/2009 22:38


Klingt aber auch irgendwei, als wenn man dich bei dir nicht verstehen würde. Vielleicht hört dir niemand zu und du fühlst dich dadurch nicht verstanden?


LG rolf